Kapitel 4- Die Spitze der Welt

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Kapitel 4- Die Spitze der Welt

Wie ihr, liebe Leser, aus meinen bisherigen Abenteuern sicher herauslesen konntet, bin ich ein Mensch, der immer nach Perfektion strebt, sowie größeren Herausforderungen, die selbst den stärksten Mann zur Verzweiflung treiben würden um nicht nur mir, sondern der Welt zu aufzuzeigen, dass ein wahrer Held unter ihnen wandelt. Derartige Herausforderungen, habe ich schon zuhauf bestanden, wenngleich sie meine Willenstärke und Konstitution bis an ihre Grenzen brachten. Beispielweise hatte ich es problemlos geschafft, mich mehrere Monate durch die Unterwelt von Elbaf zu kämpfen, die Insel der ehrenhaften Riesenkrieger. Dort, in dieser vermaledaiten, verschneiten Hölle waren nicht nur die Wetterkonditionen absolut unmenschlich und würden einen jenen innerhalb weniger Stunden den Kältetod beschweren, sondern streifen dort auch gefährliche Raubtiere durch die Gegend, die jeden unvorsichtigen Wanderer sogleich zerfleischen. Ich wollte mir eine besondere Herausforderung schaffen, indem ich all meine Kleider ablegte und meine treue Zwille, sowie alle hilfreichen Gadgets an einem sicheren Ort vergrub. Wo ein anderer Mann schon nach wenig Zeit verzweifelt wäre, gelangte ich recht schnell in eine art meditative Trance und hielt meinen Körper trotz der Eiseskälte erhitzt, sodass der Schnee um mich herum sogar zu schmelzen begann. Die Raubtiere, die mich beobachteten, flohen aufgrund der Hitzeaura, die ich ausstrahlte und wagten es nicht, sich mit einer solch starken Präsenz anzulegen. Dies war ein Paradebeispiel für die Verschmelzung von einem starken Willen und einem noch stärkeren Körper. Weiterhin besuchte ich einst eine Insel, auf denen die sonderbarsten Urzeitwesen lebten und wurde nicht nur mit diesen prähistorischen Gefahren konfrontiert, sondern auch mit diversen längst ausgerotteten, aber augenblicklich lethalen Krankenheiten. So steckte ich mich mit dem gefährlichen ,,Zsi-Zsi Fliegen'' Fieber an, als mich einer dieser gigantischen Urzeitmücken angriff und mir durch seinen Rüssel die ätzende, giftartige Substanz aus seinem Inneren einflößte. Ich bekam augenblicklich hohes Fieber und Schüttelfrost zugleich - meine Haut begann zu beben und färbte sich lila mit roten, pustelartigen Flecken. Ich musste Blut erbrechen und befürchtete, dass es nun aus war mit mir. Aber auch hier raffte ich mich auf und tat etwas ganz einfaches und unscheinbares, was jedoch eine augenblicke Wirkung auf mich und mein Immunsystem zeigte: Ich begann, mehrere Liegestütze und Hampelmänner auszuführen und leierte mein System so an, die giftige Substanz auszuschwitzen. Und schon nach 10 Übungseinheiten verschwand die ungesunde Farbe, meine Körpertemperatur stabilisierte sich und das Gift trat in dickflüssigen, purpurnen Flecken aus mir heraus. Diese hab ich natürlich in einer Phiole gesammelt, was nicht nur zur Folge hatte, dass ich ein tödliches Projektil für zukünftige, gegnerische Auseinandersetzungen besaß, sondern auch nebenbei ein Heilmittel gegen eine der tödlichsten Krankheiten aller Zeiten erstellte.

Nun aber zurück zu dem sonderbaren Abenteuer, dem ich dieses Kapitel widmen möchte. Einst kam ich auf der Seite der Grand Line, die man allgemein als ,,New World'' bezeichnete zu einer Insel, die ich erst gar nicht richtig verstehen wollte. Es handelte sich dabei um ein winziges Eiland, auf dem ein nadelartiges, turmartiges Gebilde stand, dass vertikal in die Luft und durch die Wolkendecke stach. Das Gebäude hatte einen fast metallischen Glanz und war so hoch, dass es mir nicht möglich war, dessen Spitze zu sehen. Als ich meine Okulare zur Vergrößerung vor meine Augen tat, entdeckte ich, dass dieses Ding nicht einmal ein Tür oder etwas ähnliches besaß, um es zu betreten. Ich kam nicht umhin mich ernsthaft zu fragen, wass denn der Sinn dieser Konstruktion sein sollte, wenn es keine (zumindest offensichtliche) Möglichkeit gab, es zu betreten. Nun war meine Neugierde jedoch zu groß, alsdas ich diese Entdeckung einfach unbeachtet zurücklassen würde, weswegen mir sogleich eine Idee kam, wie ich zur Spitze dieses Monstrums gelangen könnte. An dieser Stelle muss ich natürlich erwähnen, falls dies den aufmerksamen Leser nicht schon bekannt ist, dass ich nicht nur ein begnadeter und ungeschlagener Scharfschütze bin, sondern auch mit einer Kanone umzugehen weiß. Sicher sind gerade diese Geschosse weniger präzise und haben einen hohen Explosions- bzw. Zerstörungsradius als Ziel, statt eines gezielten, wenig aufmerksamkeiterregenden Schuss, aber alles was auch nur auf Ferne geschossen werden muss, ist durchaus mein Spezialgebiet.

Und so kam es, dass ich natürlich auf meinen Reisen auch stets neue Technologie entdecken und innovativ verarbeiten wollte, die meine Geschosse aufwertete. So war ich einst auf einer berühmten Insel, die für ihren Schiffbau bekannt war und traf einen starken Riesenkrieger, der scheinbar nicht nur sein Handwerk verstand, sondern auch beneidenswerte Stärke aufwies. So schien zu seinem täglichen Work-out Programm zu hören, dass er zwei Langschiffe mit einer Metallstange verbunden hunderte Male über seinen Kopf hievte und wieder zu Boden ließ, wobei er nicht einmal einen Schweißtropfen der Anstrengung vergoss. Als ich ihm zeigte, dass ich zwar nicht zwei, aber ein Schiff problemlos anheben konnte und das nur mit einer Hand, hatte ich sein Respekt verdient. Er zeigte mir sein neustes Schiff, was er kreierte - ein sonderbares Unterwasserboot, dass nicht mithilfe von Wind angetrieben werden konnte, dass die Segel straffte - nein! Er nutzte dafür einen magmatisch komprimierten Kubus, denn er aus der Lava einer Vulkaninsel geschaffen hatte,deren Bewohner stetig mit diesem aktiven Vulkan leben mussten und die übriggebliebene magmatische Schlacke für die Landwirtschaft nutzten. Er erzählte mir, dass es als Riese unabdingbar war, dass man seinen Mut und seine Willensstärke erst einmal beweisen musste, damit man als Krieger anerkannt wurde und das Recht hatte, nach Walhalla aufzusteigen. Ich konnte diese Mentalität freilich gut verstehen und erzählte ihm sogleich von meinen Herausforderungen für Geist und Körper. Er war so begeistert, dass er Freudentränen lachte und mir ein riesiges Horn mit Grog füllte, mit mir anstieß und auf meinen Heldenmut einen kippte. Als er sich dann gröhlend rülpsend den Mund abwischte, erklärte er mir, dass diese Vulkaninsel für ein bestimmtes dickflüssiges Material bekannt ist, dass im Inneren eben jenes aktiven Vulkans im Kern haust. Dieses sei extrem energiereich und kann bei Erhärtung komprimiert und beispielsweise als Brennstoff verwendet werden. Das Problem ist nur, dass eben jener Vulkan dauerhaft aktiv ist und als einer der heißesten und gefährlichsten Vulkane der ganzen Welt gilt. Doch ein Krieger lässt sich davon nicht beeindrucken und so sprang er kopfüber hinein und tauchte in die heiße Lava ein. Die Hitze war unerträglich und seine Haut, so hart sie auch war, begann zu glühen vor Schmerz, aber er hielt durch und tauchte weiter in die Tiefe, bis er schließlich aus der magmatischen Decke fiel und im Kern des Vulkanes landete. Hier unten sagte er, traf er eine Zivilsation von Steinmenschen an, deren Haut vollständig aus heißen Magmagestein bestand und von eben jenen Lavasträhnen durchzogen war. Ich hinterfragte seine Aussagen nicht, da ich ja selbst schon die sonderbarsten Völker getroffen haben (Die bereits erwähnten Dreiaugen oder die Unterwassermenschen, zu denen ich in einem späteren Kapitel noch kommen werde). Schließlich freundete er sich mit den Steinmenschen an und erlernte von ihnen, wie man das magmatische Material in einen Kubus schmieden konnte. Sie zeigten ihm ihre gigantischen Hochöfen und demonstrierten, dass ein solcher einzelner Kubus reichte um die komplette Kolonie für 3 Monate zu heizen und mit Energie zu versorgen. Und eben dieses Wissen implementierte er nun in seinen Schiffbau. Er zeigte mir, dass er diesen einen unfassbaren Energieboost geben konnte, wenn der Kubus zerfällt und somit all die Energie auf einmal freisetzt. Er nahm mich auf eine Testfahr mit und wir flogen sicher über die halbe Grand Line, bis wir krachend auf der Wasseroberfläche wieder aufkamen.

Warum aber erzähle ich euch das alles, fragt sich jetzt sicher der aufmerksame Leser. Nun, ich lasse keine Erfahrung einfach in der Vergangenheit ruhen, ohne mir daraus etwas für mein eigenes Repertoire anzueignen. Und so zog ich aus einer kleinen Ledertasche aus meinem Gürtel den vom Riesen geschenkten Kubus, warf ihn in das Rohr meiner Bordkanone, füllte eine Kugel auf und kletterte schließlich als letztes hinein. Dann zündete ich die Lunte an und klammerte mich vorsichtig an der Kanonenkugel fest. Der Schuss, der daraufhin folgte, hätte sicher jeden normalen Menschen in Fetzen gerissen, aber ich war durch meine Abenteuer mittlerweile gehärtet und wusste mit Fernkampfmunition umzugehen. Während mein Schiff durch den Abschuss rückwärts soweit nach hinten katapultiert wurde, dass ich es nie wieder zu Gesicht bekam, raste ich in gefühlter Lichtgeschwindigkeit auf den Turm zu. Nun wollte ich natürlich den Turm nicht zu Fall bringen, sondern an ihm heraufreiten, weswegen ich die Kugel mithilfe meiner Gedanken und meiner mittlerweile eisenharten Willenskraft zu lenken gedachte. Kurz vor dem Aufprall änderte sie aufgrund meines mentalen Einflusses die Richtung und flog schnurstracks in  die Höhe. Ich schnellte gefühlte Stunden an der vertikalen Turmmauer nach oben und fragte mich wie hoch dieses Gebäude denn sein möge. Ich flog an Vögeln vorbei und durchdran selbst die dichtesten Wolkenanhäufungen. Als ich diese durchbrach und schließlich oben herauskam merkte ich langsam, dass die Luft dünn wurde und schnappte geistesgewärtig ein letztes Mal nach Luft und hielt sie somit in meinen Lungen, bis ich denn endlich die Spitze erreichte. Und nach drei Stunden des weiteren Fluges - mein Projektil schien mittlerweile an Geschwindigkeit verloren zu haben und fast schwerelos umherzuschweben- sah ich schließlich die Spitze des Turms, wobei es sich dabei nicht um eine Spitze, sondern eher eine Kuppel aus Glas handelte. Ich schwamm durch die Schwerelosigkeit und bugsierte mich an die Glaskuppel wie eine Spinne, die die Wand hochzukrabbeln vermochte. Ich suchte hier nach irgendeiner Luke oder einer schwachen Stelle, durch die ich durchbrechen konnte. Währenddessen musste ich aber stauen, was ich im Inneren sah: Der Raum erinnerte mich an ein Museum, da unzählige Wesen und ausgestopfte Ungetüme in Vitrinen ausgestellt waren und in sonderbare Posen im Tode verewigt wurden. In der Mitte dieses Raumes schlenderte ein komischer Kauz mit weißer Frisur, buschigen Augenbrauen und einen teuer aussehenden Mantel durch die Gegend, der mich entdeckte und sogleich das Licht im Inneren ausschaltete. Töricht anzunehmen, dass ich darauf nicht vorbereitet bin. Ich erzählte euch ja bereits von den Untergrundmenschen mit der perfekten Dunkelsicht im letzten Kapitel - mittlerweile hatte ich diese perfektioniert, da ich ein Jahr auf einer Insel die als ,,Eiland der ewigen Dunkelheit'' bekannt ist lebte und somit meine Augen an die Umstände gewöhnen musste. Nun war es mir problemlos möglich, sowohl im grellsten Tageslicht, als auch in der tiefsten Dunkelheit alles bis ins kleinste, ausschraffierte Detail zu erblicken. Als ich dann schließlich eine aufschraubbare Luke an der oberen Seite der Kuppel entdeckte und mich ins Innere fallen ließ, blickte ich mich zwischen den Vitrinen um und sah wie dieser Typ sich witzigerweise als eines der Ausstellungsobjekte ausgab, indem er sich starr und in dramatischer Pose in einem Glaskasten positionierte. Ich durchblickte diese Scharade natürlich sogleich, zog ihn heraus und warf ihn auf den Boden. Meine Wurf war so präzise und stark, dass ihm die Luft wegblieb und er um Gnade winselte. Er erzählte mir, dass er nur ein privater Sammler von ausgestopften Lebewesen, Gegenständen und anderen Kostbarkeiten aller Art war und er diese legal ersteigert hatte. Da ich jedoch der Meister der Lügen.. ähm des Lügendurchschauens war, konnte ich sogleich erkennen, dass er etwas verbarg.

Ich spannte meine Zwille und richtete sie sogleich auf seine zitternde Visage, woraufhin er wie ein kleines Kind schluchzte und erzählte, er habe all jene Lebewesen in eine Schockstarre versetzt - sie leben also und fristen ihr ewiges Dasein in diesen sonderbaren Turm, weit weg von ihrem natürlichen Lebensraum oder ihrer individuellen Gesellschaft. Ich dankte ihn für seine Ehrlichkeit und schlug ihn mit dem Griff meiner Zwille K.O. Dann schoss ich alle Vitrinen mit meinen kleinen Bleikügelchen kaputt und gewährte allen die Freiheit. Wie durch ein Wunder und sicherlich durch den gnadenvollen Anblick ihres Retters erwachten sie aus ihrem ewigen Schlaf und dankten mir voller Ehrfucht und mit Tränen in ihren Gesichtern. Wir entdeckten eine Art Fahrstuhl im Kern der Kuppel, welche sie verwendeten um nach unten zu gelangen - Ich hingegen nutzte diese einmalige Gelegenheit, um wieder auf die Kuppel zu klettern und mit einem fünzigfach- Salto einen perfekten Kopfsprung ins Wasser hinzulegen. Alle die unten angekommen waren applaudierten - Die weiblichen Exemplare der jeweiligen Spezies fielen reihenweise in Ohmacht und untermalten, wass für ein Mann ich doch war. So schwamm ich zu meinen Schiff, fuhr es zur Insel und lud sie alle auf der Insel der Schiffsbauerrei ab, wo sie mithilfe eines sonderbaren Wasserzuges zu ihrer Heimat verfrachtet werden konnten. Und so kam es, dass man sich auf allen Inseln vom Retter Lysop erzählte- der Befreier der Völker und Rassen. Diese kleine Übung, wie ich sie scherzhaft nennen mag, führte schließlich zu der völligen Abschaffung von Rassismus und seinen unterdrückerischen Konventionen, da sich ein jeder von meiner Tat inspiriert fühlte und die Sklavenhändler dieser Welt wussten, dass ich, als eine Art Schreckensgestalt der Gerechtigkeit, ihnen auf die Pelle rücken würde, wenn sie es wagten zur eigenen Bereicherung andere Spezies zu entführen und zu unterdrücken. Und so kam es, dass ich eine bessere, gerechtere Welt erschaffte, wenngleich das nicht die letzte Heldentat war, die in die Geschichtsbücher eingehen mag.

Welch Unsinn! Es gibt immer noch florierende Sklavenmärkte und Rassismus so weit das Auge reicht. Weil wir schon beim Thema sind: die World Economy News verlosen 100 kostenlose Tickets für die Human Trait Mega Show auf der Dorei Diva I. Nehmt am Gewinnspiel teil und sichert euch die besten Plätze bei der größten Sklavenauktion der Welt. Es lohnt sich sicher.

-M

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